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Chronik der IG Delrather Karneval

Wie alles begann
Man schreibt das Jahr 1973, die fünfte Jahreszeit bzw. die Karnevalssession 1972/1973 ist im gesamten Rheinland in vollem Gange. In den Nachbarorten Delraths werden seit vielen Jahren bereits organisierte Karnevalsumzüge und Karnevalssitzungen durchgeführt, die Delrather Strassen waren bis zu diesem Zeitpunkt „kamellefreie Zone“.

Daran reibten sich in Delrath besonders drei eingefleischte Jecken die lieber in Delrath statt in Nievenheim, Dormagen oder Stürzelberg Straßenkarneval feiern wollten. Aus der tiefsten Überzeugung heraus, das ab sofort nun auch in Delrath ein Karnevalsumzug stattfinden sollte, beschlossen Johann Grieß (besser bekannt als Griesse Schäng), Hans Gondorf und Johann Engel (bekannt als Engels Schäng) die nun in die eigenen Hände zunehmen.

Unterstützt wurden die Jecken von der Gastwirtin Henriette Schlösser, die zu dieser Zeit die Gaststätte „Dorfschänke “ (heute „Haus Delrath "“) an der Pestalozzistraße führte. Angetan von dieser Idee sagte diese den Dreien eine Spende zu, um die Grundvoraussetzung eines Karnevalsumzuges zu erfüllen – Wurfmaterial für die Jecken am Straßenrand.

Nach kurzen, aber intensiven Beratungen entschloss man sich, am Karnevalssamstag das erstmals ein Umzug stattfinden zulassen. So kam es in der Session 1972/1973 in Delrath zum ersten organisierten Karnevalsumzug. Und so zogen Johann Grieß und Hans Gondorf in einer Ponykutsche durch Delrath und warfen den Kindern die von Henriette Schlösser gestiftete Schokolade und Kamellen zu.

Mit diesem ersten, wenn auch sehr kleinen Karnevalsumzug legten Grieß, Gondorf und Engel den Grundstein für den noch heute stattfindenden Karnevalsumzug und können somit als „Urvater "“ des Delrather Straßenkarnevals und der Interessengemeinschaft Delrather Karneval bezeichnet werden.

Einmal auf den Geschmack gekommen, wurden die Planungen für die folgende Session schnell in Angriff genommen. Der Spiel- und Sportverein Delrath 1927 e.V. dominierte anfangs das karnevalistische Treiben in Delrath, wohl deshalb weil damals sehr viele männliche Delrather dort aktiv waren. So begann die Session 1973/74 mit einem Juxfußballspiel auf dem heutigen Roncalliplatz an der Balgheimer Straße. Hier traf die Thekenmannschaft der Gaststätte „Dorfschänke“ auf die Mannschaft des Jägerhauptmannzuges aus Delrath. Statt Trikots trugen die Spieler ihre Karnevalskostüme und so recht weiß heute keiner mehr wer denn nun das Spiel gewonnen hat.

"Dauerprinz"

Johann Grieß

Als „strenger“ Schiedsrichter fungierte Hans Gondorf, der zum Beispiel beim Zeigen der gelben Karte dem verwarnten Spieler die Strafe auferlegte ein „Körnchen“ zu trinken. So wurden aus immer lustiger werdenden Fußballer bestens gelaunte Karnevalsnarren, die mit zwei selbstgebauten Karnevalswagen und musikalisch von einer Straberger Musikkapelle unterstützt, durch Delrath zogen.

Und wie es sich für einen „ordentlichen“ Karnevalsumzug gehört und im Rheinland ohnehin üblich war, übernahm Johann Grieß erstmals auch die Rolle eines Karnevalsprinzen. Diese Funktion behielt er sage und schreibe 13 Jahre lang. Hans Gondorf übernahm für einige Jahre die Zugleitung des Delrather Straßenkarnevals.

Der überwältigende Zulauf und das große Interesse beim zweiten Straßenumzug, führte zu der inoffiziellen Gründung der Interessengemeinschaft Delrather Karneval.

Um nun allen interessierten Delrather Jecken, ob ortsansässige Thekenmannschaften, Kegelclubs, Familien und andere Gemeinschaften die Teilnahme am Delrather Karnevalsumzug zu ermöglichen, wurde eine kleine Organisation aufgebaut. Diese sollte ermöglichen das man am Delrather Karneval teilnehmen konnte ohne zwangsläufig Mitglied der IG sein zu müssen. So war die einzige Voraussetzung lediglich die namentlich Anmeldung der Zugteilnehmer und die Zahlung eines Startgeldes von 10 DM (5 €). Dieser Betrag hatte bis zur Session bestand, wurde dann in der Session 2002/2003 auf 6 Euro erhöht um dann im Jubiläumsjahr 2005/06 auf 2,50 Euro gesenkt zu werden. Mit dem Startgeld werden anfallende GEMA-, Musik und Versicherungskosten getragen, von dem Rest wurde dann Wurfmaterial für die Gruppen gekauft.

Etwa zu diesem Zeitpunkt stieß der erste „offiziell „proklamierte Delrather Karnevalsprinz zu dem Organisationsteam. Hans Philipp übernahm nun einen Teil der Organisation, und das Organisationsteam leistete gute Arbeit.

In den folgenden Jahren wuchs der Delrather Karneval, der bereits zu dieser Zeit von Fußgruppen dominiert wurde, kontinuierlich an. Die prächtigen Kostüme der zahlreichen Fußgruppen, die ideenreichen Großwagen mit Inhalten aus dörflichen und überregionalen Themen, die zahlreichen Musikgruppen als auch das großzügig geworfene Wurfmaterial der Fußgruppen, machten den Karnevalsumzug der Interessengemeinschaft auch über Delraths Grenzen hinaus bekannt.

Bereits in den achtziger Jahren umfasste der Delrather Karnevalszug bereits bis zu 250 mitziehende Jecken, bis zu sieben! Musikgruppen aus den Nachbardörfern und meist zwischen drei bis vier große Karnevalswagen. Die stetig anwachsende Teilnehmerzahl machte nun auch eine organisierte Zugaufstellung notwendig.

Erstmals fand vor dem Start des Delrather Karnevalszumzuges ein Karnevalsbiwak statt. Auf dem Schulhof der ehemaligen Volksschule Delrath an der Gabrielstraße (heute Kindergarten Villa Bunte Wolke) fand man sich ein, erhielt seine Startnummer und freute sich auf den Beginn des Straßenkarnevals. Dieser fand, und das heute immer noch, stets um 14.00 Uhr statt, so ist der Delrather Karnevalsumzug der erste Umzug im Dormagener Stadtgebiet. Nach dem ca. 2 stündigen Umzug zog man mit „Sack und Pack“ zum Ausklang des Delrather Straßenkarnevals zur Karnevalsfeier in den Saal der Gaststätte „Zum Ännchen“ (Johannesstraße.) Auch dies ist heute noch gepflegte Tradition.

Nach dem der Delrather Straßenkarneval nun schon Tradition und in „trockenen Tüchern“ war, entschied man sich nun die Session durch das sogenannte „Hoppeditzerwachen“ eröffnen. Diese Eröffnung findet stets am ersten Freitag nach dem 11.11. eines jeden Jahres statt, außer der 11.11 fiel taggenau auf den Freitag. Heute eröffnet man die Session Samstags, um so den heutigen Arbeitsanforderungen vieler Gäste entgegenzukommen.

Bis zur Karnevalssession 1981/82 wurde der Delrather Sessionsauftakt in der Gaststätte „Dorfschänke“ (heute „Haus Delrath“) Delrath abgehalten. Die ersten Sessionseröffnungen waren nicht traditionelle Karnevalsveranstaltungen, sondern vielmehr kostümfreie Tanzabende. Die Einnahmen wie Eintrittsgelder oder Erlöse aus der Tombola wurde der unterstützenden Finanzierung des Karnevalsumzuges zugeführt. Eine weitere Einnahmequelle waren die persönlich durchgeführten Altpapiersammlungen von Johann Grieß.

Die Sessionseröffnungen fanden wie der Delrather Straßenkarneval immer mehr Interesse, so war man regelrecht „gezwungen“ in den größeren Saal der Gaststätte „Zum Ännchen“ zu wechseln. Anfangs wurde auch dort noch, wenn auch ein geringes Eintrittsgeld erhoben, heute ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen der IG Delrather Karneval frei, diese sind die Sessioneröffnung, der Altweiberball und die Karnevalparty zum Sessionsausklang nach dem Delrather Umzug. Wobei man gerne die eine oder andere Spende annimmt.

In der Session 1986/87 gab es dann denn ersten Wechsel in der Organisationsführung. Nach ca. 15 Jahren musste der bisherige Vorsitzende der IG Delrather Karneval, Johann Grieß, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben. In einer Versammlung am 06. Februar 1987 übertrug man die Leitung des Organisation an Ingo Kiebel, der bereits seit einigen Jahren das Organisationsduo Grieß und Philipp unterstützt hatte.

Und im darauffolgenden Jahr, also in der Karnevalsession 1987/1988 endet auch die „Dauerprinzenschaft“ von Johann Grieß. Nach dreizehn Jahren der IG Geschichte wurde bei der Sessionseröffnung 1986/87 erstmals in Delrath ein Karnevalsprinz offiziell proklamiert. Dieser kam, wie konnte es anderes sein, ebenfalls aus dem Organisationsteam und wurde mit Hans Philipp einen würdigen Nachfolger.

Somit endete die langjährige Organisationsarbeit einer der Urväter des Delrather Karnevals, der sich in diesen Jahren zu „der“ Symbolfigur des Delrather Karneval entwickelt hatte. Ein Vermächtnis hinterliess Grieß aber doch und zwar die Vereinsfarben der Interessengemeinschaft Delrather Karneval. Grieß hatte stets ein rot-weißes Jackett getragen und somit unbewusst die heutigen Vereinsfarben vorgegeben.

Ihren endgültigen Abschied gestalteten Johann Grieß und Hans Gondorf wie bei ihrem ersten Umzug – sie zogen zum letztenmal mit der Ponykutsche des ersten Umzuges durch Delrath. Aber ganz zu Ende war es dann doch nicht, so fuhr Johann Grieß noch einige Zeit mit dem aus Stürzelberg entliehenen Zugleitungswagen und Lautsprechern bestückt an der Spitze des Delrather Straßenkarnevals vorneweg.

Ab der Karnevalssession 1987/88 wurden daraufhin Prinzenpaare jeweils für die Amtszeit von einem Jahr proklamiert. Die Sessionseröffnung mit dem "Hoppeditzerwachen" bekam damit einen neuen Inhalt. Bei dieser Veranstaltung werden die scheidenden Repräsentanten würdig verabschiedet und die neuen Repräsentanten den Delrather Jecken vorgestellt. Diese erhalten ihre Insignien und bilden von da ab die Spitze des Karnevalstreibens in Delrath.

In seiner Geschichte wurden in Delrath folgende Tollitäten proklamiert:



1987/1988 Hans und Else Philipp

1988/1989 Toni und Marlies Koukola

1989/1990 Stefan Günter und Erla Dohmen

1990/1991 keine Tollitäten (1. Golfkrieg)

1991/1992 Willi und Hilde Michels

1992/1993 Hermann Josef Michels und seine Schwester Alexandra Maurer

1993/1994 Siegmund und Helga Arndt

1994/1995 Heinz-Jürgen und Inge Kollenbroich

1995/1996 Helmut und Monika Bitter

1996/1997 Hermann und Renate Funk

1997/1998 Ingo und Romy Kiebel

1998/1999 Toni und Marlies Koukola

1999/2000 Peter Saosirnyi und Petra Kurvers

2000/2001 keine Tollitäten (keine Bewerber)

2001/2002 Horst und Petra Freund

2002/2003 Prinz Michael Jungbluth, Jungfrau Frank Goertz und Bauer Hermann Wloch

(1. Delrather Dreigestirn)

2003/2004 Prinz Luckas Heups, Jungfrau Annika Weber und Bauer Timo Wloch

(1. Delrather Kinderdreigestirn)

2004/2005 Rene Freund und Cnythia Kuypers

2005/2006 1. Kinderprinzessin Alexandra I. Siller

2006/2007 Andreas I. und Ellen Kuffel



Bedingt durch den Golfkrieg, im Jahre 1991 fanden bundesweit keine Karnevalsumzüge statt, so dass das Prinzenpaar Willi und Hilde Michels ausnahmsweise zwei Sessionen amtierte.

Die Delrather Tollitäten werden nicht nur von der Delrather Bevölkerung angenommen, sie sind auch gerngesehene Gäste bei den Sitzungen der zwei anderen Karnevalsgesellschaften in Delrath. Dies ist zum einen die Katholische Frauengemeinschaft, die in der Vorwoche zu Karneval ihre zwei Sitzungen im Johanneshaus abhält. Mit eigenen Kräften und tollem Programm verwöhnen sie die Anwesenden, dies bei der „reinen“ Frauensitzung am Donnerstag und der „gemischten“ Sitzung am darauf folgenden Samstag.

Die zweite Karnevalsgesellschaft hat ihren Ursprung im Bürgerschützenverein Delrath. Erst als Unterabteilung und nun als „Karnevalsgesellschaft Delrath“ organisieren sie die große Kostümsitzung, die in der Turnhalle der städtischen Grundschule (Henri Dunant) ein großes und tolles Programm mit ausschließlich Karnevalskräften aus dem Kölner Raum präsentieren.

In der Karnevalssession 1994/1995 erstmals der Delrather Straßenkarnevals durch die Interessengemeinschaft offiziell eröffnet. Zu dieser Eröffnung lädt die Interessengemeinschaft alle Delrather Kinder und Mütter zum Karnevalsspektakel am frühen Altweibernachtmittag ein. Später werden dann weitere Möhnen und heimkehrende Familienväter „eingefangen“ und man stimmt sich auf die kommenden Karnevalstage ein.

Bedingt durch die weiterhin wachsenden Teilnehmerzahlen wechselte das Karnevalsbiwak in der Karnevalssession 1995/1996 vom städtischen Kindergarten an der Gabrielstraße auf den Schulhof der städtischen Grundschule (Henri-Dunant-Straße) verlegt.



In der Karnevalssession 1996/1997 wurde das Organisationsteam der IG um einen weiteren Aktiven erweitert. Nach seinem Prinzenjahr trat auch Hermann Funk dem Organisationsteam bei und fungiert seitdem als Kassierer. Aber nicht nur das, Hermann Funk und seine Frau Renate begleiteten zahlreiche Tollitäten als Prinzenführer. Heute ist er das letzte Mitglied des alten Vorstandes und gehört heute zu den wichtigsten Stützen der IG Delrather Karneval



In der Karnevalssession 1997/1998 feierte man „25 Jahre Straßenkarneval und Tollitäten in Delrath“ – wie schnell war die Zeit vergangen. In dieser Session wurde einer der Urväter des Delrather Karneval, Johann Grieß, zum ersten Ehrenvorsitzenden der Interessengemeinschaft ernannt. Dieser stiftete daraufhin die heutige Prinzenkette, die er einst von Willi Michels erhalten hatte.



Traurig endete die Session 1998/99. Nur wenige Tage nach dem Karnevalsumzug verstarb der Ehrenvorsitzende Johann Grieß am 1. März 2004 im Lukaskrankenhaus in Neuss an Herzversagen. Er ruht heute auf dem Friedhof in Nievenheim, in seiner rot - weissem Jacket und seiner Prinzenmütze



Erstmalig stelle sich in der Session 2000/2001 niemand als Prinzenpaar zur Verfügung. Dies tat dem Delrather Straßenkarneval jedoch keinen Abbruch, denn auch ohne Narrenherrscher wurde in Delrath ausgiebig und stimmungsvoll von der Interessengemeinschaft Karneval gefeiert.

1. Delrather Dreigestirn

Mit der Sessionseröffnung zur Karnevalssession 2002/2003 stellte der Vorstand ein neues Novum – denn erstmals wurde ein Dreigestirn proklamiert. Das Dreigestirn (Prinz, Jungfrau, Bauer) sind jene drei Karnevalsrepräsentanten, die im Kölner Karneval ihren Ursprung haben. Als erstes Delrather Dreigestirn fanden sich Michael Jungbluth als Prinz, Frank(onia) Goertz als Jungfrau und Hermann Wloch als Bauer. Als Prinzrnführer fungierte Hermann Funk. Dieses Dreigestirn bildet heute mit weiteren Mitgliedern den neuen Vorstand der IG Delrather Karneval.



Etwas unruhig klang diese Session aber dann doch aus. Durch den Rücktritt des Vorsitzenden Ingo Kiebel zwei Wochen vor dem Straßenumzug und den Saalveranstaltungen wurde eine Neubesetzung des Vorstandes der Imteressengemeinschaft notwendig.In einer außerordentlichen Versammlung der IG im März 2003 wurde Michael Jungbluth zum neuen IG-Vorsitzenden gewählt und Hermann Funk als Schatzmeister wiedergewählt. Weiterhin wurden Peter Offer, Hans-Jürgen Schumann, Günter Grief, Toni und Marlies Koukola, Frank Goertz, Hermann Wloch, Kurt Kurvers, Werner Blank, Achim Kopenhagen und Peter Saosirnyi in den Vorstand berufen. So wurden für die Bereiche „Wagenbau“, „Saalveranstaltungen“, „Zugleitung“ und „Schulhofgastronomie“ Mitwirkende gefunden, die in Selbstverantwortung diese Tätigkeiten ausführen.



Eine weitere Neuerung gab es in der Session 2003/2004.

Mit Prinz Lukas Heups, Jungfrau Annika Weber und Bauer Timo Wloch wurde erstmals ein Kinderdreigestirn proklamiert. Den Dreien zur Seite stand auch erstmals ein Kinderprinzenführer, Dominik Offer. Erwähnt werden sollte auch die Kindertanzgruppe „Die Dilldöppchen“ die das Kinderdreigestirn vor allem bei den Kindersitzungen in Delrath und den Nachbarorten als Tanzgarde begleiteten.



In der Session 2003/2004 fand ein großes Prinzentreffen in der Gaststätte „Haus Delrath“ statt. Dort trafen sich zahlreiche Tollitäten und Karnevalsgesellschaften aus dem Dormagener Stadtgebiet, sowie Abordnungen aus Köln (z.B. Die Kölner Zunftbrüder), Neuss (z.B. Neußer Narrenkappen) und Rommerskirchen zu einem gemütlichen Stelldichein. Nachdem die Busse entladen waren berstete die Gaststätte aus allen Ecken und Kanten. Mit einem kleinen Rahmenprogramm wie z.B. dem Delrather Tambourcorps „Fröhlich Voran“ und der Delhovener Stimmungsband „Die Altreucher“ und über 300 Liter Freibier (Paulaner, Frankheim und Gastwirt sei Dank) wurde es der Höhepunkt der IG Delrather Karneval der Saalveranstaltungen der Session 2003/2004.

Das jüngste Prinzenpaar der IG Delrath

Das bis dahin jüngste Prinzenpaar in der IG Delrather Karneval gab es in der Karnevalssession 2004/2005.

Mit Prinz Rene Freund (19) und seiner Prinzessin Cynthia Kuypers (18) fand die IG nach den beiden Dreigstirnen wieder ein tolles Prinzenpaar, das den Delrather Karneval glänzend präsentierte.

Und die beiden setzten ein Novum. In Europas größter Karnevalszeitung, der Inter-Karneval, wurden beide vorgestellt, dies auch im Rahmen des bevorstehenden Jubiläums “3 x 11 Jahre Karneval in Delrath”. Das wird es sicherlich nicht noch einmal geben.

Im Gegensatz zu seinen Eltern Horst und Petra Freund, die in der Session 2001/02 einen völlig verregneten Umzug hatten, war das Wetter bei Sohneman Rene bestens, sonnig aber etwas kalt.

In den Sitzungen trat auch zum erstenmal wieder eine Karnevalsband auf. Die Gruppe Zaperlot sorgte für richtig Stimmung bei der Sessionseröffnung und bei der Karnevalsparty nach dem Umzug im ”Ännchen”.

Die erste Kinderprinzessin

Keine Session ohne Neuerungen. Alexandra I. Siller führte in der Session 2005/06 als erste Kinderprinzessin an. Alexandra präsentierte die Delrather Jeckenschar bei zahlreichen karnevalistischen Veranstaltungen, unvergessen bleibt ihr “Delrath - ich bin bereit” Ruf. Ihr zur Seite stand ihr Onkel und die Jungfrau der Session 2002/03 Frank Goertz als Prinzenführer zur Seite. Auch wurde in dieser Session im Mai die Tanzgarde der IG Delrather Karneval gegründet. Nach einem ersten Versuch im Jahr 1998 wurde die Idee dann doch noch Wirklichkeit. Noch während der laufenden Session wurden zahlreiche Plakatte aufgehängt “Kinder für Tanzgarde gesucht” - und aus anfänglich erhofften Handvoll interessierter Kinder wurden sehr schnell 24 Mädchen im Alter von 3-15 Jahre, die heute in mehreren Gruppen trainieren. Nach einer tränenreichen Verabschiedung gehört Alexandra zu der “großen” Tanzgarde der IG Delrather Karneval.

Quellen:

Aktuelle Gespräche mit Zeitzeugen:

Hans Gondorf, Katharina Koukola

M.Jungbluth ab der Session 2002/03



Bisher erschienene Chroniken und Erzählungen:

Schleif, Burkard: „Wo lit Delrath?“ , Vereine : 2.4.1 Interessengemeinschaft Delrather Karneval, Dormagen 1995, S. 89 – 91, ISBN: 3-926963-16-6

Kiebel, Ingo: „Delrather Vereine heute: Interessengemeinschaft „Delrather Karneval“ – Straßenkarneval in Delrath von 1973 bis 2002“, in Blank Günter „Delrather Zeitreise 1961 – 1975“, Delrath 2003, S. 147 - 152